732.111.1
29.
Oktober
2008
Strassenverordnung (SV)
Der Regierungsrat des Kantons Bern, gestützt
auf Artikel 30 Absatz 4 und 86 des Strassengesetzes vom 4. Juni 2008
(SG)
[BSG 732.11] sowie Artikel 19 des Kantonalen Strassenverkehrsgesetzes
vom 27. März 2006 (KSVG)
[BSG 761.11], auf Antrag der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, beschliesst:
1. Allgemeine Bestimmungen
Art. 1
Bestandteile der öffentlichen
Strasse
1
Bestandteile der
öffentlichen Strasse sind namentlich
| a |
Fahrbahn einschliesslich Bus- und Radstreifen,
Gehwege, Parkplätze, Grünstreifen, Fuss- und Radwege entlang der Strasse,
Ausweichstellen, Plätze, Haltebuchten und Wendeschleifen,
|
| b |
Strassenkörper, Strassenentwässerungsanlagen,
Kunstbauten, Verkehrsinseln, bauliche Anlagen zur Verkehrsberuhigung,
|
| c |
Beleuchtungsanlagen, Signale und Markierungen,
Einrichtungen für die Verkehrssteuerung, Verkehrsregelung und Verkehrslenkung,
|
| d |
Schutzbauten und Sicherheitsanlagen wie Zäune,
|
| e |
Anlagen für den Immissionsschutz,
|
| f |
Böschungen, deren Unterhalt nicht dem Anstösser
zugemutet werden kann, Bepflanzungen, Strassen- und Alleebäume.
|
2
Besondere Regelungen
für gemeinsame Bauteile, wie beispielsweise mit Eisenbahnanlagen,
bleiben vorbehalten.
Art. 2
Gemeindestrassen
Gemeindestrassen sind öffentliche Strassen
der Einwohnergemeinden und der Gemischten Gemeinden sowie deren Unterabteilungen.
Art. 3
Register der Gemeindestrassen
Die Gemeinden führen das Register der Gemeindestrassen
und der Privatstrassen im Gemeingebrauch parzellengenau als Plan oder Liste.
Art. 4
Strassennamen
1
Die Gemeinden bestimmen die Namen
der Strassen und die zugehörigen Hausnummern.
2
Sie arbeiten bei der Hausnummerierung mit der Gebäudeversicherung
zusammen.
3
Sie sorgen dafür, dass
die Nachführungsgeometerin oder der Nachführungsgeometer die für die Aufgabenerfüllung
nötigen Daten erhält.
Art. 5
Vermarkung
1
Das zuständige Gemeinwesen hat die öffentlichen
Strassen in der Regel zu vermarken und in das Grundbuch aufnehmen zu lassen.
2
Bestandteile ausserhalb der Strassenparzelle
können mit Dienstbarkeiten gesichert werden.
3
Bei Kreuzungen unter Strassen wird die höher eingereihte Strasse,
bei Kreuzungen mit Eisenbahnen die Bahnanlage durchgehend vermarkt.
Art. 6
Änderung von Hoheit und Eigentum
1
Eine Änderung der Einreihung einer
Strasse bedarf der Zustimmung der Standortgemeinden. Von der Zustimmung darf
nur abgesehen werden, wenn durch die bisherige Einreihung übergeordnete Aufgaben,
insbesondere das Funktionieren des übergeordneten Strassennetzes, vereitelt
würden oder wenn eine Kantonsstrasse nicht mehr überwiegend Kantonsstrassenfunktion
hat.
2
Der Regierungsrat verfügt
gleichzeitig mit dem Beschluss des Strassennetzplans die Änderungen in der
Strasseneinreihung.
3
Nach dem
Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung sorgt das Tiefbauamt für den grundbuchlichen
Nachtrag der Eigentumsänderungen.
4
Die
als Folge der Änderung der Strasseneinreihung entstehenden Handänderungskosten
werden von den beteiligten Gemeinwesen je zur Hälfte getragen.
Art. 7
Konfliktlösung in der partnerschaftlichen
Zusammenarbeit
1
Können sich
die Beteiligten im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit über wesentliche
Themen der Projektierung, des Baus, des Betriebs und des Unterhalts von Kantonsstrassen
nicht einigen, so entscheidet die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion nach
Anhörung beider Seiten endgültig.
2
Das
Strassenplanverfahren bleibt vorbehalten.
Art. 8
Partnerschaftliche Koordination
von Bauarbeiten an Kantonsstrassen
Plant der
Kanton Bauarbeiten an einer Kantonsstrasse, so informiert er die Standortgemeinde
rechtzeitig darüber und sorgt für eine optimale Koordination mit anderen Bauarbeiten
im öffentlichen Raum, insbesondere mit Arbeiten an Werkleitungen.
Art. 9
Verkehrsmanagement
1
Bei der Ausgestaltung des Verkehrsmanagements
auf Kantonsstrassen werden die Standortgemeinden und Planungsregionen oder
Regionalkonferenzen einbezogen.
2
Die
Unterstellung von Gemeindestrassen, von Privatstrassen im Gemeingebrauch sowie
von Zugängen und Zufahrten unter kantonales Verkehrsmanagement bedarf der
Zustimmung der Standortgemeinden und der Planungsregionen oder Regionalkonferenzen.
Von der Zustimmung darf nur abgesehen werden, wenn ohne die Unterstellung
übergeordnete Aufgaben, insbesondere das Funktionieren des übergeordneten
Strassennetzes, vereitelt würden.
Art. 10
Versorgungsrouten 1.
Bezeichnung
1
Die Kantons-
und Gemeindestrassen, die als Versorgungsrouten für Ausnahmetransporte von
unteilbaren Lasten dienen, werden im Anhang bezeichnet.
2
Massgebend für die Zulässigkeit von Veränderungen
an Versorgungsrouten sind die technischen Normen für Ausnahmetransporte sowie
folgende Merkmale:
|
Versorgungsroute
|
Durchfahrtsbreite (B) in Metern
|
Lichte Höhe (H) in Metern
|
Tragfähigkeit (G) in Tonnen Gesamtgewicht
|
|
Typ I
|
6,5
|
5,2
|
480
|
|
Typ I reduziert
|
6,5
|
5,2
|
320
|
|
Typ II
|
5,0
|
4,8
|
240
|
|
Typ II plus
|
5,0
|
5,2
|
240
|
|
Typ III
|
4,5
|
4,8
|
90
|
|
Typ IV
|
4,5
|
4,5
|
90
|
|
Typ IV reduziert
|
4,5
|
4,5
|
50
|
3
Der Begriff des Gesamtgewichts
in Absatz 2 versteht sich ohne Zugfahrzeuge.
4
Die Aufnahme einer Strasse in den Anhang oder die Zuordnung einer
Strasse zu einem anderen Routentyp erfordert die Zustimmung der Standortgemeinde.
Vorbehalten sind Fälle, in denen der Schutz erheblicher öffentlicher Interessen,
insbesondere die Sicherstellung des erforderlichen Versorgungsnetzes, eine
einseitige Anordnung durch den Kanton zwingend erfordert.
Art. 11
2. Offenhaltung
1
Versorgungsrouten sind dauernd offen
zu halten.
2
Der Strassennetzplan
zeigt den Stand der Umsetzung des Versorgungsroutenplans gemäss Anhang zu
dieser Verordnung.
3
Bauten an
Versorgungsrouten, welche das vorgeschriebene Lichtraumprofil, die Linienführung,
das Längenprofil oder die Tragfähigkeit von Versorgungsrouten beeinträchtigen
könnten, bedürfen der Zustimmung des Tiefbauamts.
4
Das Tiefbauamt führt die Aufsicht über das Netz der Versorgungsrouten.
Es ist befugt, alle Massnahmen zu treffen, welche zur dauernden
Offenhaltung der Versorgungsrouten notwendig sind. Es kann nötigenfalls auf
Kosten der oder des Pflichtigen zur Ersatzvornahme schreiten.
Art. 12
Historische Verkehrswege
Das Tiefbauamt ist kantonale Fachstelle für den Schutz
historischer Verkehrswege.
2. Landerwerb, Enteignung, Eigentumsbeschränkungen
Art. 13
Landerwerb
1
Die zuständige Strassenbaubehörde entscheidet,
ob das für öffentliche Strassen erforderliche Land freihändig, durch Enteignung
oder durch Landumlegung erworben wird.
2
Wird in grossem Umfang landwirtschaftliches Kulturland benötigt,
so ist die Landumlegung die Regel.
3. Kantonsstrassen
Art. 14
Vereinfachtes Strassenplanverfahren
für kleine Vorhaben
1
Bei kleinen
Vorhaben genügt anstelle der Mitwirkung und der Veröffentlichung die schriftliche
Mitteilung an die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, die
betroffenen Gemeinden sowie die einsprachelegitimierten Verbände über das
Vorhaben und die Einsprachemöglichkeit.
2
Als kleine Vorhaben gelten
| a |
die bauliche Umgestaltung einer Strasse, soweit
dadurch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss oder auf Raum
und Umwelt entstehen,
|
| b |
bauliche Massnahmen für Verkehrsversuche,
|
| c |
die Ergänzung der Strasse mit Anlagen der Beleuchtung,
der Entwässerung und dergleichen,
|
| d |
das Anbringen von Schutzinseln und dergleichen,
|
| e |
das Verlängern von Gehwegen und Radstreifen,
|
| f |
das Anbringen von Schutzvorkehren gegen Naturgefahren,
|
| g |
alle weiteren Vorhaben, die von gleicher oder
geringerer Bedeutung sind wie die in den Buchstaben a bis f genannten.
|
Art. 15
Änderungen vor dem Erlass
des Strassenplans
Werden öffentlich aufgelegte
Strassenpläne vor dem Erlass geändert, ohne dass zusätzlich öffentliche oder
wesentliche nachbarliche Interessen berührt werden, so genügt
die Mitteilung an die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer,
an die betroffenen Gemeinden sowie die Einsprecherinnen und Einsprecher unter
Hinweis auf die erneute Einsprachemöglichkeit.
Art. 16
Regelungen des Strassenplans
Der Strassenplan enthält insbesondere
Festlegungen über
| a |
die Neuanlage, den Ausbau, die Umgestaltung
oder die Aufhebung einer Strasse,
|
| b |
die Bestandteile einer Strasse,
|
| c |
die Anpassung benachbarter Grundstücke, insbesondere
ihrer Zu- und Ausfahrten, an die Erfordernisse aller Strassenbenützer,
|
| d |
die Anpassung rückwärtiger Sammelstrassen und
die Beschränkung der Einmündungen auf bestimmte Anschlussstellen,
|
| e |
die zum Strassenbau und -unterhalt erforderlichen
Entwässerungsanlagen, Materialentnahmestellen, Arbeits-, Einrichtungs- und
Lagerplätze und die Zufahrten,
|
| f |
Infrastrukturanlagen des strassengebundenen
öffentlichen Verkehrs, soweit diese nicht Gegenstand eines bundesrechtlichen
Plangenehmigungsverfahrens sind,
|
| g |
die Enteignung von Flächen und Rechten, die
zur Leistung von Realersatz benötigt werden,
|
| h |
Baulinien.
|
Art. 17
Baustandard 1.
Ziel und Prozess
1
Ziel eines
Strassenbauvorhabens ist grundsätzlich die Erreichung des Referenzstandards.
2
Der Handlungsbedarf und der Standard für
ein Strassenbauvorhaben werden in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den
beteiligten Fachstellen, Regionen, Gemeinden und weiteren Interessierten festgelegt.
Art. 18
2. Referenzstandard
1
Der Referenzstandard wird für die
Bereiche Strategien, Verkehrssicherheit, Verkehrsanlage, Betriebsqualität
und Städtebau sowie unter Berücksichtigung der Aspekte Umwelt und Kosten insbesondere
wie folgt bestimmt:
| a |
Kantonsstrassen Kategorien A und B: zwei Fahrspuren,
bei Knoten Qualitätsstufe «ausreichend» im Sinne der Normen des Schweizerischen
Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS-Normen),
|
| b |
Kantonsstrassen Kategorie C: eine bis zwei Fahrspuren,
|
| c |
Öffentlicher Verkehr: Einhaltung der Fahrplanzeiten,
|
| d |
leichter Zweiradverkehr längs: in Abhängigkeit
von durchschnittlichem täglichem Verkehr (DTV), Begegnungsfall und Schulwegen,
|
| e |
leichter Zweiradverkehr quer: in Abhängigkeit
von DTV, Schulwegen,
|
| f |
Fussgänger längs: in Abhängigkeit von DTV, Anzahl
Fussgängerinnen und Fussgänger, von Schulwegen,
|
| g |
Fussgänger quer: in Abhängigkeit von DTV, Anzahl
Fussgängerinnen und Fussgänger, von Schulwegen,
|
| h |
Strassenzustand: Zustand nach 15 Jahren bei
einer Lebensdauer von 25 Jahren,
|
| i |
Verkehrssicherheit: keine anlagebedingten Unfälle
mit Schwerverletzten oder Toten,
|
| k |
Höchstgeschwindigkeit: Einhaltung zu 85 Prozent.
|
2
Der Referenzstandard
fördert die Entwicklung des Ortsbildes und den Städtebau. Er zielt darauf
ab, die Trennwirkung zu reduzieren, die gewachsenen und neuen Wegbeziehungen
sowie die Weiterentwicklung der kulturellen und kommerziellen Zentrumsbereiche
der Ortschaften und Quartiere zu unterstützen.
3
Gemeindevorschriften werden soweit möglich berücksichtigt.
Art. 19
3. Prozessschritte
Gestützt auf ein Verkehrs-, Betriebs- und Gestaltungskonzept
werden Lösungsvarianten untersucht, es wird ein Massnahmenkonzept für die
Projektierung festgelegt, und der Wirkungsnachweis wird erbracht.
Gestützt auf das Massnahmenkonzept wird das Strassenprojekt erarbeitet.
Art. 20
Standard für den
betrieblichen Unterhalt
1
Kantonsstrassen
sind nach Möglichkeit dauernd sicher befahrbar zu halten.
2
Vorbehalten sind insbesondere Naturereignisse,
Unfälle und Wintersperren.
Art. 21
Winterdienst
Der Winterdienst umfasst die Schneeräumung, den Schutz vor Schneeverwehungen
und die Glatteisbekämpfung.
Art. 22
Erteilung von Bewilligungen
auf Kantonsstrassen
Auf Kantonsstrassen bedarf
die Erteilung einer Bewilligung für gesteigerten Gemeingebrauch oder für die
Sondernutzung der Zustimmung der Standortgemeinde. Von der Zustimmung kann
nur abgesehen werden, wenn der Anlass, für den die Bewilligung verlangt wird,
von übergeordnetem Interesse ist.
4. Übrige Strassen und Wege
4.1 Strassen
Art. 23
Bewilligungsverfahren
Eine Baubewilligung genügt für die folgenden kleinen
Strassenbauvorhaben:
| a |
die Neuanlage und den Ausbau von Detailerschliessungsstrassen,
|
| b |
die Neuanlage und den Ausbau von Fuss-, Geh-
und Radwegen,
|
| c |
die Verbreiterung einer Strasse für das Anbringen
von Radstreifen,
|
| d |
die Umgestaltung einer Strasse,
|
| e |
die Ergänzung der Strasse mit Anlagen des Lärmschutzes,
der Entwässerung und dergleichen,
|
| f |
das Anbringen von Schutzinseln,
|
| g |
das Anbringen von Schutzvorkehren gegen Naturgefahren,
|
| h |
bauliche Massnahmen für Verkehrsversuche,
|
| i |
die Aufhebung einer Strasse,
|
| k |
die Aufhebung oder Änderung der Widmung,
|
| l |
alle weiteren Vorhaben, die von gleicher oder
geringerer Bedeutung sind wie die in den Buchstaben a bis k genannten.
|
Art. 24
Änderung einer Kantonsstrasse
mit einer kommunalen Überbauungsordnung
Untergeordnete
Anpassungen an einer Kantonsstrasse können mit einer kommunalen
Überbauungsordnung erfolgen, sofern die kommunale Planung diese Anpassungen
erfordert.
4.2 Fuss- und Wanderwege
Art. 25
Kantonaler Sachplan des
Wanderroutennetzes 1. Inhalt und Wirkung
1
Der kantonale Sachplan des Wanderroutennetzes enthält die Hauptwanderrouten
und die Ergänzungsrouten.
2
Hauptwanderrouten
schliessen in der Regel an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs an und müssen
mindestens eine der folgenden Anforderungen erfüllen:
| a |
Sie sind Bestandteil der nationalen oder kantonalen
Fernrouten.
|
| b |
Sie gewährleisten eine möglichst direkte Verbindung
von Ort zu Ort oder einen Weg von Tal zu Tal.
|
| c |
Sie führen zu oder entlang von Stellen mit besonderer
landschaftlicher, kultureller oder naturkundlicher Bedeutung.
|
| d |
Sie sind Wege von historischer Bedeutung.
|
3
Ergänzungsrouten müssen
eine der folgenden Anforderungen erfüllen:
| a |
Sie verbinden Hauptwanderrouten untereinander.
|
| b |
Sie verbinden Stellen mit besonderer landschaftlicher,
kultureller oder naturkundlicher Bedeutung mit den Hauptwanderrouten.
|
| c |
Sie verbinden Hauptwanderrouten mit Haltestellen
des öffentlichen Verkehrs.
|
4
Der kantonale Sachplan
enthält Qualitätsanforderungen an Wanderwege. Er zeigt auf, welche Wanderwege
neu zu erstellen, zu verlegen oder aufzuheben sind.
Art. 26
2. Zuständigkeit und Verfahren
1
Das Tiefbauamt erarbeitet den Entwurf
des Sachplans und führt die Mitwirkung durch.
2
Verfahren und Wirkung richten sich nach der Baugesetzgebung.
Art. 27
Kommunale Planung der Fuss-
und der Wanderwege
1
Die Gemeinden
legen das Fuss- und das Wanderwegnetz in ihrer Richt- oder Nutzungsplanung
fest.
2
Planungsgrundlagen sind
namentlich
| a |
die Fuss- und Wanderweggesetzgebung,
|
| b |
der kantonale Sachplan des Wanderroutennetzes,
|
| c |
die Ziele und Konzepte der eigenen Ortsplanung
sowie jener der benachbarten Gemeinden.
|
Art. 28
Wirkung der Planungen
Auf die in der kantonalen und kommunalen Planung bezeichneten
Wege ist die Fuss- und Wanderweggesetzgebung anwendbar.
Art. 29
Überprüfung der Planungen
Die Pläne der Fuss- und Wanderwegnetze sind regelmässig
veränderten Verhältnissen anzupassen.
Art. 30
Freie Begehbarkeit
Die Gemeinden sorgen dafür, dass die Fuss- und Wanderwege
frei und möglichst gefahrlos begehbar sind.
2
Soweit nötig, erwerben sie die Rechte für die Benutzung von Wegen,
die über privaten Grund führen.
Art. 31
Kantonale Fachstelle
Das Tiefbauamt ist kantonale Fachstelle für Fuss-
und Wanderwege im Sinne des Bundesrechts.
Art. 32
Zusammenarbeit
Kanton und Gemeinden arbeiten beim Vollzug der Fuss- und Wanderweggesetzgebung
untereinander und mit dem Verein Berner Wanderwege BWW zusammen.
Art. 33
Erhebliche Eingriffe ins
Fuss- und Wanderwegnetz
1
Erhebliche
Eingriffe ins Fuss- und Wanderwegnetz im Sinne des Bundesrechts sind baubewilligungspflichtig,
sofern der Eingriff nicht in einer Überbauungsordnung festgelegt wird.
2
Die Bewilligungs- oder Planerlassbehörde
entscheidet
| a |
über die Zulässigkeit des Eingriffs,
|
| b |
über die Leistung angemessenen Ersatzes und
dessen Kostentragung.
|
3
Bei erheblichen Eingriffen
ins Fuss- und Wanderwegnetz stützt sich die Bewilligungs- oder Planerlassbehörde
auf einen Fachbericht des Tiefbauamts.
5. Finanzierung von Kantons- und Gemeindestrassen
sowie Beiträge
Art. 34
Gemeindeanteil an der LSVA
und an der Motorfahrzeugsteuer
1
Der
Gemeindeanteil an der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe
(LSVA) und an der Motorfahrzeugsteuer wird wie folgt verteilt:
| a |
50 Prozent nach der Strassenlänge und
|
| b |
50 Prozent nach der gewichteten Strassenlänge.
|
2
Massgebend für die Strassenlängen
sind die Strassen auf dem Gemeindegebiet erster bis dritter Klasse gemäss
Einstufung in der Landeskarte 1:25 000 ohne die Kantons- und die Nationalstrassen
und zehn Prozent der Rad- und Wanderwege gemäss kantonaler Sachplanung, soweit
diese nicht über Strassen erster bis dritter Klasse führen.
3
Die Strassenlängen gemäss Absatz 2 werden wie
folgt gewichtet:
| a |
Strassen erster Klasse mit dem Faktor 3,
|
| b |
Strassen zweiter Klasse mit dem Faktor 2,
|
| c |
übrige Strassen mit dem Faktor 1.
|
Art. 35
Objektkredite des Grossen
Rates
Eine Kapazitätssteigerung im Sinne von
Artikel 55 SG
[BSG 732.11] gilt als wesentlich, wenn die Verkehrsfläche
für den motorisierten Individualverkehr vergrössert wird, insbesondere durch
Anbringen einer weiteren Fahrspur.
Art. 36
Voranschlagskredit für den
betrieblichen Unterhalt
1
Der
betriebliche Unterhalt der Kantonsstrassen wird aus einem Voranschlagskredit
finanziert und in der laufenden Rechnung abgerechnet.
2
Er umfasst insbesondere die Reinigung einer Strasse, die Grünpflege
und den Winterdienst, die Instandhaltung sowie Kleinreparaturen.
Art. 37
Projektierungskredit, Delegation
der Aufgabenbefugnis
Die Bau-,
Verkehrs- und Energiedirektion bewilligt Ausgaben für die Kosten der Projektierung
von Strassenbauten bis zu einer Höhe von einer Million Franken.
Art. 38
Beiträge an Park-and-ride-
sowie Bike-and-ride- Anlagen
1
Der
Strassennetzplan zeigt zunächst die groben Standorte und Bedürfnisse als Vororientierung
und danach aufgrund des Projekts die förderungswürdigen Dimensionen und Merkmale
einer Park-and-ride- oder einer Bike-and-ride-Anlage als Festsetzung.
2
Beiträge werden ausgerichtet an die Investitionen
für im Strassennetzplan festgelegte Park-and-ride- und Bike-and-ride-Anlagen
folgender Trägerinnen und Träger:
| a |
von Gemeinden,
|
| b |
von Transportunternehmungen, die nach der Gesetzgebung
über den öffentlichen Verkehr abgeltungsberechtigt sind,
|
| c |
von gemischtwirtschaftlichen Unternehmungen,
die mit Leistungsauftrag arbeiten,
|
| d |
von Privaten, die mit Leistungsauftrag arbeiten.
|
3
Anrechenbar sind die
reinen Baukosten sowie die Kosten für Betriebseinrichtungen, sofern die Anlage
hauptsächlich der kombinierten Mobilität dient.
6. Strassenbenutzung
Art. 39
Schlittelwege
1
Die für Verkehrsmassnahmen zuständige Behörde
kann bestimmte Strassen als Schlittelwege bezeichnen.
2
Sie trifft gleichzeitig die dafür erforderlichen Sicherheitsmassnahmen.
Art. 40
Abstellen von Fahrzeugen
Die Gemeinden können Vorschriften erlassen über das
Parkieren auf öffentlichen Strassen im Gemeindegebiet.
7.
7.1 Geltungsbereich
Art. 41
Die Bestimmungen dieses Abschnittes gelten für die öffentlichen
Strassen im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Verkehrsregelverordnung des Bundes
vom 13. November 1962 (VRV)
[SR 741.11] .
7.2 Anordnung
Art. 42
Anordnung von Verkehrsmassnahmen 1.
Grundsatz
1
Verkehrsmassnahmen
im Sinne des Strassenverkehrsgesetzes des Bundes vom 19. Dezember
1958 (SVG)
[SR 741.01] werden durch die zuständige Behörde gemäss Artikel
43 bis 45 verfügt, angeordnet, geändert oder aufgehoben.
2
Vorbehalten bleiben die Befugnisse der Polizeiorgane
von Kanton und Gemeinden sowie der Strassenbaubehörden bezüglich vorübergehender
Verkehrsanordnungen und -umleitungen sowie der erforderlichen Signalisation.
3
Verkehrsmassnahmen, die länger als acht
Tage beibehalten werden sollen, müssen von der zuständigen Behörde gemäss
Artikel 43 bis 45 verfügt oder angeordnet werden.
Art. 43
2. Kantonsstrassen
1
Verkehrsmassnahmen auf Kantonsstrassen
und auf deren Verzweigungen mit anderen öffentlichen Strassen verfügt das
Tiefbauamt.
2
Berührt eine Verkehrsmassnahme
Aufgabenbereiche anderer Direktionen, so ist deren Stellungnahme einzuholen.
Art. 44
3. Gemeinde- und Privatstrassen
1
Die zuständige Gemeindebehörde verfügt
| a |
Verkehrsmassnahmen auf Gemeindestrassen sowie
auf Einmündungen von Privatstrassen in Gemeindestrassen,
|
| b |
die Verkehrssicherheit gewährleistende Verkehrsmassnahmen
auf öffentlichen Verkehrsflächen privater Eigentümerinnen und Eigentümer,
nach deren vorgängiger Anhörung.
|
2
Folgende Verkehrsmassnahmen
bedürfen der Zustimmung des Tiefbauamts, sofern sie länger als 60 Tage beibehalten
werden:
| a |
Regelung der Vortrittsverhältnisse,
|
| b |
Fahrverbote,
|
| c |
Mass- und Gewichtsbeschränkungen,
|
| d |
Geschwindigkeitsbeschränkungen,
|
| e |
Markierung von Parkfeldern auf Hauptstrassen.
|
Art. 45
Wegweisung
1
Die für den Erlass von Verkehrsmassnahmen zuständige
Behörde ist auch zuständig für die Wegweisung. Die Absätze 2 bis 5 bleiben
vorbehalten.
2
Die Wegweisung,
die notwendigerweise nach einem lokalen oder regionalen Gesamtplan erfolgt
wie insbesondere die touristische Signalisation, bedarf auf allen Strassen
der Zustimmung des Tiefbauamts.
3
Wird
die Wegweisung gemäss Artikel 115 der Signalisationsverordnung des Bundes
vom 5. September 1979 (SSV)
[SR 741.21] privaten Organisationen
übertragen, so erteilt das Tiefbauamt die erforderlichen Weisungen.
4
Die zuständigen Behörden der Gemeinden
sind in ihrem Gebiet innerhalb der Ortschaftstafeln auf allen Strassen zuständig
für die Wegweisung zu wichtigen örtlichen Verkehrspunkten, Parkplätzen und
Betrieben. Für die Wegweisung auf Kantonsstrassen ist die Zustimmung des Tiefbauamts
erforderlich.
5
Die zuständigen
Behörden der Gemeinden berücksichtigen bei Betriebswegweisern folgende Grundsätze:
| a |
Für das Anbringen von Betriebswegweisern ist
ein öffentliches Interesse erforderlich.
|
| b |
Zonen- oder quartierbezogenen Sammelwegweisern
ist gegenüber der Kennzeichnung einzelner Betriebe der Vorzug zu geben.
|
Art. 46
Bewilligung für motorfahrzeugfreie
Tage
1
Berühren befristete
Verkehrsmassnahmen im Zusammenhang mit örtlichen oder regionalen motorfahrzeugfreien
Tagen das Kantons- oder Durchgangsstrassennetz, so ist eine Bewilligung des
Tiefbauamts erforderlich. Dieses zieht für die Beurteilung die Kantonspolizei
bei.
2
Die Bewilligung wird nur
erteilt, sofern die öffentlichen Interessen an einem ungehinderten Verkehrsfluss
nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Zu berücksichtigen sind namentlich
der Aufwand für die Durchführung der Verkehrsmassnahmen, die Dauer und der
Zeitpunkt der Sperren, die Zumutbarkeit der Umwegfahrten sowie die damit verbundenen
Auswirkungen auf die Umwelt.
3
Das
begründete Gesuch ist mindestens drei Monate im Voraus einzureichen. Das Tiefbauamt
erlässt Weisungen für die einzureichenden Gesuchsunterlagen.
4
Die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller tragen
die durch das Vorhaben entstehenden Kosten insbesondere für die erforderlichen
Abklärungen, die Umsetzung der Verkehrsmassnahmen und den Ordnungsdienst.
Art. 47
Ausnahmebewilligungen
1
Die Behörde, welche die Verkehrsmassnahme
verfügt hat, kann im Einzelfall aus wichtigen Gründen Ausnahmen bewilligen.
2
Von der Bewilligungspflicht ausgenommen
sind unumgängliche Fahrten der öffentlichen Dienste wie der Polizei, der Feuerwehr,
der Sanität oder des Strassenunterhalts.
7.3 Signalisation
Art. 48
Begriff
Signale im Sinne dieser Verordnung sind Tafeln, Ampeln, Markierungen,
Schranken, Leit- und andere Einrichtungen, die dazu dienen, den Verkehr auf
öffentlichen Strassen zu regeln oder zu leiten und die Verkehrsteilnehmenden
zu warnen, zu orientieren oder sie zu einem bestimmten Verhalten zu verpflichten.
Art. 49
Zuständigkeit für Anbringung
und Unterhalt
1
Signale werden
durch die für den Erlass der entsprechenden Verkehrsmassnahme
zuständige Behörde oder mit deren Ermächtigung angebracht und unterhalten.
2
Die vorübergehende Wegweisung für Veranstaltungen
und private Anlässe aller Art ist auf allen Strassen mit Ausnahme der Nationalstrassen
sowie der kantonalen Autobahnen und Autostrassen der zuständigen Behörde der
Gemeinden vorbehalten. Für die vorübergehende Wegweisung auf Kantonsstrassen
ist die Zustimmung des Tiefbauamts erforderlich.
3
Wo Private ermächtigt sind, Signale auf öffentlichen Strassen anzubringen,
können die für Verkehrsanordnung zuständigen Behörden Weisungen über die Art
und Weise der Anbringung erlassen. Werden Signale von Verbänden planmässig
für mehrere Strassen angebracht, so bedarf der Plan der Zustimmung des Tiefbauamts.
4
Die zuständigen Behörden der Gemeinden
erlassen Weisungen für die Signalisation auf Privatstrassen.
Art. 50
Baustellen
1
Baustellen werden vom zuständigen Bauunternehmen
nach den Vorschriften und Weisungen des Bundes sowie den Anordnungen der nach
Artikel 49 Absatz 1 zuständigen Behörden signalisiert. Vorbehalten bleibt
die Bewilligung der zuständigen Behörde für die Benutzung des öffentlichen
Grundes für Baustelleneinrichtungen.
2
Die
Signalisation der Baustellen steht unter der Aufsicht der Polizeiorgane
von Kanton und Gemeinden.
Art. 51
Kosten
1
Die Signalisationskosten tragen
| a |
die Strasseneigentümerin oder der Strasseneigentümer,
|
| b |
in Abweichung von Buchstabe a,
jene, die die Signalisation erforderlich machen, insbesondere durch Hinzufügen
einer neuen Verzweigung oder Ausfahrt, sowie jene, in deren überwiegendem
Interesse die Signalisation erfolgt.
|
2
Auf öffentlichen Verkehrsflächen
privater Eigentümerinnen und Eigentümer tragen die Gemeinden die Kosten der
Signalisation insoweit, als sie diese verfügt oder angeordnet haben.
3
Die Regeln über die Kostentragung erstrecken
sich auf die Kosten für die Anbringung und den Unterhalt sowie die Entfernung
der Signale.
Art. 52
Entfernung
1
Unbefugt angebrachte, zwecklos gewordene oder
sonst den Vorschriften nicht oder nicht mehr entsprechende Signale sind von
den gemäss Artikel 49 zuständigen Behörden zu entfernen, nicht zweckmässig
unterhaltene zu ersetzen.
2
Einzelne
Betriebswegweiser sind bei der Anordnung einer zonen- oder quartierbezogenen
Sammelwegweisung zu entfernen.
3
Müssen
Signale aus den in den Absätzen 1 und 2 genannten Gründen entfernt
werden, so haben die an der Signalisierung Interessierten keinen Anspruch
auf Entschädigung.
Art. 53
Ersatzvornahme
1
Die zuständige Behörde ordnet bei Missachtung
der Vorschriften schriftlich und unter Androhung der Ersatzvornahme auf Kosten
des Pflichtigen die Herstellung des rechtmässigen Zustandes innert angemessener
Frist an.
2
Wird der Anordnung
nicht Folge geleistet, so sorgt die zuständige Behörde unter Anzeige an den
Pflichtigen selbst für den Vollzug der Anordnung. Anschliessend verfügt sie
die Erstattung der entstandenen Kosten durch den Pflichtigen.
Art. 54
Aufsicht
Das Tiefbauamt übt die Aufsicht über die Signalisation aus.
8. Öffentliche Strassen und benachbartes
Grundeigentum
Art. 55
Bauten und Anlagen längs
öffentlicher Strassen
Bauten und Anlagen längs
öffentlicher Strassen sind so zu erstellen, dass sie dem Erddruck und den
Beanspruchungen durch den Verkehr sowie den Strassenunterhalt standhalten,
insbesondere auch jenen durch den Winterdienst.
Art. 56
Strassenabstände 1.
Einfriedungen, Zäune
1
Für
Einfriedungen und Zäune bis zu einer Höhe von 1,2 Metern gilt ein Strassenabstand
von 0,5 Metern ab Fahrbahnrand.
2
Höhere
Einfriedungen und Zäune sind um ihre Mehrhöhe zurückzuversetzen.
3
An unübersichtlichen Strassenstellen dürfen
Einfriedungen und Zäune die Fahrbahn um höchstens 0,6 Meter überragen.
4
Für gefährliche Einfriedungen und Zäune
wie nicht genügend geschützte Stacheldrahtzäune gilt ein Strassenabstand
von 2 Metern ab Fahrbahnrand bzw. 0,5 Metern ab Gehweghinterkante.
Art. 57
2. Pflanzen
1
Für hochstämmige Bäume und für Wald gelten
folgende, ab Mitte der Pflanzstelle gemessenen Strassenabstände:
| a |
entlang von Strassen im Siedlungsgebiet 3 Meter
ab Fahrbahnrand bzw. 1,5 Meter ab Gehweghinterkante,
|
| b |
entlang von Kantonsstrassen ausserorts 5 Meter
ab Fahrbahnrand,
|
| c |
entlang von Gemeindestrassen und Privatstrassen
im Gemeingebrauch ausserorts 4 Meter ab Fahrbahnrand,
|
| d |
bei selbstständigen Radwegen ausserorts 3 Meter
ab Wegrand.
|
2
Für die übrigen Bäume,
Hecken, Sträucher, landwirtschaftlichen Kulturen und dergleichen gelten die
Vorschriften über Einfriedungen. Artikel 56 Absatz 3 gilt auch für bestehende
solche Pflanzen.
3
Keine Abstandsvorschriften
gelten für Pflanzen, die Bestandteile einer Strasse sind (Hecken, Bäume, Alleen
und dergleichen).
Art. 58
3. Strassenreklamen
1
Strassenreklamen haben folgende
Abstände zum Fahrbahnrand einzuhalten:
| a |
parallel zur Strassenachse gestellt 1 Meter,
|
| b |
in anderem Winkel zur Strassenachse gestellt
3 Meter.
|
2
Unabhängig von der Bewilligungspflicht
dürfen Strassenreklamen nur ausserhalb von Strassen, Rad- und Gehwegen aufgestellt
werden.
Art. 59
4. Gemeindevorschriften
Die Gemeinden können in Nutzungsplänen oder in Reglementen
gegenüber Gemeindestrassen und gegenüber Privatstrassen im Gemeingebrauch
andere Abstände vorschreiben.
9. Nationalstrassen
Art. 60
Die
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion ist zuständig für den Abschluss von Leistungsvereinbarungen
über Unterhalt und Betrieb der Nationalstrassen.
10. Übergangs- und Schlussbestimmungen
Art. 61
Vorläufige Bezeichnung
des Fuss- und Wanderwegnetzes
1
Als
Bestandteile des Fuss- und Wanderwegnetzes im Sinne von Artikel 16 Absatz
1 des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege vom 4. Oktober 1985 (FWG)
[SR
704] gelten bis zum Inkrafttreten der Pläne gemäss Artikel
25 und 27
| a |
Wanderwege gemäss kantonalem Richtplan des Wanderroutennetzes,
|
| b |
Fusswege, die der Kanton und die Gemeinden zur
allgemeinen Benützung erstellt haben,
|
| c |
Fusswege privater Eigentümer, die dem Gemeingebrauch
gewidmet sind,
|
| d |
Fusswegnetze, die in Überbauungsordnungen oder
Strassenplänen vorgesehen sind.
|
2
Die Gemeinden erlassen
die nötigen Pläne spätestens anlässlich der nächsten ordentlichen Revision
ihrer Ortsplanung.
Art. 62
Änderung von Erlassen
Folgende Erlasse werden geändert:
| 1. |
Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation
und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE):
[152.221.191]
|
| 2. |
Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren
der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV):
[BSG 154.21]
|
| 3. |
Verordnung vom 26. März 1997 über die Statistik
(Statistikverordnung; SV):
[BSG 621.5]
|
| 4. |
Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV):
[BSG
721.1]
|
| 5. |
Verordnung vom 16. Mai 1990 über die Umweltverträglichkeitsprüfung
(KUVPV):
[Aufgehoben durch V vom 14. 10. 2009 über die Umweltverträglichkeitsprüfung,
BSG 820.111]
|
Art. 63
Aufhebung von Erlassen
1
Folgende Erlasse werden aufgehoben:
| 1. |
Verordnung vom 27. April 1988 zur vorläufigen
Regelung der Einführung des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege im Kanton
Bern (EV/FWG) (BSG 705.111),
|
| 2. |
Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Delegation
der Ausgabenbefugnis für die Projektierung von Strassenbauten (BSG 732.120.1),
|
| 3. |
Verordnung vom 19. Dezember 1979 über die Offenhaltung
der Versorgungsrouten für Ausnahmetransporte (BSG 732.123.31),
|
| 4. |
Verordnung vom 20. Oktober 2004 über die Strassensignalisation
(KSSV) (BSG 761.151).
|
Art. 64
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.
Bern,
29.
Oktober
2008
|
Im Namen des Regierungsrates Die Präsidentin: Egger-Jenzer Der Staatsschreiber: Nuspliger
|
Anhang 1
Zu Artikel 10 Versorgungsrouten
| 1. |
Versorgungsrouten
Typ I/Typ I reduziert Die nachgenannten Strassenstrecken
müssen durchgehend mindestens eine Durchfahrtsbreite (B) von
6,50 m, eine lichte Höhe (H) von 5,20 m und eine Tragfähigkeit
(G) für 4800 kN Gesamtgewicht resp. für 3200 kN bei Typ
I reduziert (ohne Zugfahrzeuge) aufweisen:
|
| 1.1 |
(Auhafen – Balsthal) –
Niederbipp – Wiedlisbach – Umfahrung Attiswil –
(Solothurn – Grenchen) – Arch-Rüti bei Büren
– Oberwil bei Büren – (Schnottwil).
[Fassung vom
27. 10. 2010]
|
| 1.2 |
(Schnottwil) – Wengi –
Rapperswil – Lätti (Brücke über die T6) –
Schönbrunnen – Münchenbuchsee – Zollikofen,
Bernstrasse – Worblaufen – Bern, Tiefenaustrasse –
Henkerbrünnliplatz (manöv-rieren) – Neubrückstrasse
– Bierhübeli – Neubrückstrasse – Brem-gartenstrasse
– Murtenstrasse – neue Murtenstrasse – Gäbelbach
– Frauenkappelen – Heggidorn – Mühleberg, KW
bzw. Mühleberg – Gümmenen – Kriechenwil –
(Grossgurmels).
[Fassung vom 27. 10. 2010]
|
| 1.3 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Murtenstrasse – neue Murtenstrasse
– Gäbelbach – Frauenkappelen – Mühleberg,
KW.
|
| 1.4 |
Wimmis, Bahnhof – Wimmis, UW.
|
| 1.5 |
Burgistein/Wattenwil, Station –
Wattenwil, UW / Typ I reduziert, (G = 3200 kN).
|
| 1.6 |
Deisswil, UW – Umfahrungsstrasse
von Ostermundigen – Verzweigung Rothus – Bolligenstrasse
– Wegmühle – Bolligen, Station – Worblentalstrasse.
|
| 1.7 |
(Krauchthal) – Hueb –
Lutzeren – Bolligen, Bolligenstrasse – Worblentalstrasse
– Ittigen, Worblentalstrasse – Worblaufenstrasse –
Worblaufen.
|
| 1.8 |
Schönbrunnen – Schüpfen
– Lyss, Bernstrasse – Abzweigung beim Gasthof Bären
– Kirchenfeldstrasse – Aarberg – Kallnach –
(Fräschels).
|
| 1.9 |
Biel, Industriegeleise Ost, Bözingen
(bei Werkhof Kreis III) – Längfeldweg – Johann-Renfer-Strasse
– Anschluss A5 – auf A5 nach Pieterlen bis Anschluss Lengnau
– via Einfahrt Richtung Biel – Pieterlen, UW – Autobahn
A5 (H = 4,80 m, Typ I reduziert).
|
| 1.10 |
Biel, Bahnhof Mett – Jakobstrasse
– Längfeldweg – Länggasse – Solothurnstrasse
– (Trolleybus-Fahrleitung) – Johann-Renfer-Strasse –
Anschluss A5 – auf A5 nach Pieterlen bis Anschluss Lengnau –
via Einfahrt Richtung Biel – Pieterlen UW – Autobahn A5
(H = 4,80 m [Trolleybus-Fahrleitung]! Typ I reduziert).
|
| 1.11 |
(Birrfeld – St. Urban) –
Roggwil – Wynau, Station – Verzweigung bei Punkt 448 –
Kaltenherberg – Langenthal, Murgenthalstrasse – Aarwangenstrasse
– Verzweigung Bahnhofstrasse – Aarwangenstrasse –
Bahnhofstrasse – Bützbergstrasse – Ringstrasse –
Industrieplatz – Bleienbachstrasse – Thörigen –
Wynigen – Bickigen, UW – Burgdorf, Wynigenstrasse –
Sägegasse – Emmentalstrasse – Oberburgstrasse –
Oberburg – Krauchthalstrasse – Krauchthal – Lindental
– Boll – Stettlen – Deisswil, UW.
|
| 1.12 |
Kaltenherberg – Langenthal,
Bern-Zürich-Strasse (Umfahrung) – Kreisverkehr Zürichstrasse/Industriestrasse
(Gemeinde Thunstetten).
|
| 1.13 |
(Solothurn – Biberist) –
Bätterkinden – Schönbühl – Schönbrunnen,
Anschluss an VS Typ I.
|
| 1.14 |
Herzogenbuchsee (Bahnhof), Grubenweg
– Geleise 51 VLG – Feldstrasse – Bahnfeldstrasse
– Hofmattstrasse – Byfangweg – Wangenstrasse –
Graben, KK.
|
| 1.15 |
(Gunzgen – Wolfwil SO) –
Schwarzhäusern – Bannwil, KW.
|
| 1.16 |
Niederbipp – Holzhäusern
– Bannwil, KW – Graben, KK.
|
| 2. |
Versorgungsrouten
Typ II/Typ II plus Die nachgenannten Strassen müssen
durchgehend mindestens eine Durchfahrtsbreite (B) von 5,0 m, eine
lichte Höhe (H) von 4,80 m resp. von 5,20 m bei Typ II plus und
eine Tragfähigkeit (G) für 2400 kN Gesamtgewicht (ohne Zugfahrzeuge)
aufweisen:
|
| 2.1 |
Innertkirchen, Station MIB –
KW Innertkirchen I.
|
| 2.2 |
Innertkirchen, Station MIB –
KW Innertkirchen II.
|
| 2.3 |
Innertkirchen, Station MIB –
Sustenpass-Strasse – KW Hopflauenen.
|
| 2.4 |
Innertkirchen, Station MIB –
Sustenpass-Strasse – Hopflauenen – KW Fuhren.
|
| 2.5 |
Innertkirchen, Station MIB –
Grimselstrasse – KW Handegg I, II+III, H = 4,50 m.
|
| 2.6 |
Innertkirchen, Station MIB –
Grimselstrasse – KW Grimsel I und II, H = 4,50 m.
|
| 2.7 |
Interlaken West, Güterbahnhof
– Waldeggstrasse – Matten, Wychelstrasse – Hauptstrasse
– Rugenstrasse – Wilderswil, UW.
|
| 2.8 |
Steffisburg, Industriegeleise Schweizer
AG (Schwäbis) – EBT-Verladerampe AMP – Mittelstrasse
– Steffisburg, UW (G = 1600 kN).
|
| 2.9 |
Wichtrach, Bahnhof – Oberwichtrach
– Niederwichtrach – Wichtrach, UW.
|
| 2.10 |
Bern, Güterbahnhof – Bahnstrasse
– Weyermannsstrasse – Friedbühlstrasse – Schlossstrasse
– Freiburgstrasse – neue Turnierstrasse – Weissensteinstrasse
– Turnierstrasse – Köniz, Könizstrasse –
Gasel, UW.
|
| 2.11 |
Bern, Güterbahnhof – Bahnstrasse
– Warmbächliweg – Huberstrasse – Schlossstrasse.
|
| 2.12 |
Bern, Güterbahnhof – Bahnstrasse
– Murtenstrasse – neue Murtenstrasse – Murtenstrasse
– Niederbottigenstrasse – Riedbachstrasse – Oberbottigen,
UW.
|
| 2.13 |
Grosshöchstetten, Bahnhof –
Grosshöchstetten, UW.
|
| 2.14 |
Grosshöchstetten, Bahnhof –
Zäziwil – Signau – Emmenmatt, UW (G = 1600 kN ausreichend).
|
| 2.15 |
Mühleberg, KKW – Buttenried
– Mühleberg, Wasserkraftwerk.
|
| 2.16 |
Kallnach, KW – Route Typ I
(Kerzers – Murten – Grossgurmels) – Kriechenwil
– Gümmenen.
|
| 2.17 |
Lyss, Bahnhof – Steinweg –
Bielstrasse – Hauptstrasse – Hirschenplatz – Aarbergstrasse
– Austrasse – Kappelen, UW.
|
| 2.18 |
Brügg, Bahnhof – Bahnhofstrasse
– Hauptstrasse – Orpund¬strasse – Zilwil –
Orpund – Meinisberg – Anschluss Lengnau A5, Kreisverkehr
– Brücke Ost – Pieterlen, UW.
|
| 2.19 |
Brügg, Industriegeleise Fa.
Notz – Moosweg (G = 1600 kN ausreichend).
|
| 2.20 |
Biel, Chipotstrasse – Aarbergstrasse
– Gurnigelstrasse – Bielstrasse – Aegertenstrasse
– Portstrasse – Madretsch, UW.
|
| 2.21 |
Biel, Portstrasse – Brügg,
alte Bernstrasse – Anschluss Brügg – Autostrasse
in Richtung Biel bis Anschluss Port (Einfahrt in verbotener Fahrtrichtung
befahren) – Portstrasse – Erlenstrasse – Ringstrasse,
Brügg, UW und KW (G = 1600 kN ausreichend).
|
| 2.22 |
Biel/Mett, Bahnhof – Jakobstrasse
– Längfeldweg – Mett, UW (G = 1600 kN ausreichend).
|
| 2.23 |
(La Chaux-de-Fonds) – La Cibourg
– Umfahrung Pont de l'Horloge für beide Richtungen
(Richtung St-Imier via Gegenfahrbahn in verbotener Fahrtrichtung)
– Renan – St-Imier, UW (G = 1200 kN ausreichend).
|
| 2.24 |
Reconvilier, Bahnhof – Reconvilier,
UW (G = 1600 kN ausreichend).
|
| 2.25 |
Reuchenette, Bahnhof – alte
Kantonsstrasse (Richtung Biel) – Rue de Châtillon –
Reuchenette, UW (G = 1600 kN).
|
| 2.26 |
Court, Bahnhof – Bévilard
– Strasse nach Champoz – Sorvilier, UW.
|
| 2.27 |
(Marin NE) – Umfahrungsstrasse
T10 Gampelen, Ins – (Sugiez FR).
|
| 2.28 |
(Biberist – Gerlafingen) –
Wiler – Utzenstorf – Zufahrt Carba Gas (Typ II plus, H
= 5,20 m).
|
| 2.29 |
Bützberg, Kreisverkehr Zürichstrasse/Industriestrasse
(Gemeinde Thunstetten) – Herzogenbuchsee – Kreisverkehr
Bernstrasse/Maria-Waser-Strasse.
|
| 2.30 |
Langenthal, Güterbahnhof –
Langenthal, Industrieplatz – Lotzwilstrasse (Route Typ I) –
Lotzwil, UW.
|
| 2.31 |
Burgdorf, Bahnhof – Poststrasse
– Gotthelfstrasse – Wynigenstrasse – Bickigen, UW.
|
| 2.32 |
Madiswil, Bahnhof – Lindenholz,
UW.
|
| 2.33 |
Wanzwil (Anschluss Route Typ I) –
Röthenbach – Inkwil – (Subingen – Deitingen
SO) – Wangen, UW.
|
| 3. |
Versorgungsrouten
Typ III Die nachgenannten Strassen müssen durchgehend
mindestens eine Durchfahrtsbreite (B) von 4,50 m, eine lichte Höhe
(H) von 4,80 m und eine Tragfähigkeit (G) für 900 kN Gesamtgewicht
(ohne Zugfahrzeuge) aufweisen:
|
| 3.1 |
Zweisimmen, Güterbahnhof –
Zweisimmen, UW.
|
| 3.2 |
Wimmis, Bahnhof – Simmenfluh,
KW – Erlenbach, KW.
|
| 3.3 |
Spiez, Bahnhof – Spiez, KW.
|
| 3.4 |
Spiez, Bahnhof – Bahnhofstrasse
– Thunstrasse – Simmentalstrasse – Industriestrasse
– Lattigen, UW.
|
Gebiet Thun
| 3.5 |
Thun, Güterbahnhof – Stockhornstrasse
– Mittlere Strasse – Burgerstrasse – Adlerstrasse
– Buchholzstrasse – Strättligenstrasse – Thun
Süd, Buchholz, UW.
|
| 3.6 |
Thun, Güterbahnhof – Stockhornstrasse
– Mittlere Strasse – Burgerstrasse – Adlerstrasse
– Buchholzstrasse – Strättligenstrasse – Gwattstrasse
– Seestrasse – Bahnhofplatz – Bahnhofstrasse –
Maulbeerplatz – Aarestrasse – Scheibenstrasse –
Thun, EW (Bahntransporte).
|
| 3.7 |
Steffisburg, Bahnhof – obere
Bernstrasse – Schwäbisstrasse – Mittelstrasse –
Steffisburg, UW.
|
Gebiet Bern
| 3.8 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Murtenstrasse – Zieglerstrasse
– Eigerplatz – Seftigenstrasse – Wabern –
Umfahrung Kehrsatz – Belp, UW.
|
| 3.9 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Warmbäch-liweg – Huberstrasse
– Schlossstrasse – Freiburgstrasse – neue Turnierstrasse,
Rampe Richtung Köniz für beide Richtungen (Richtung Güterbahnhof
in verbotener Fahrtrichtung) – Weissen-steinstrasse –
Turnierstrasse – Köniz/Könizstrasse – Stationsstrasse
– Schwarzenburgstrasse – Bündenackerstrasse –
Wabersackerstrasse – Köniz, UW.
[Fassung vom 27. 10.
2010]
|
| 3.10 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Murtenstrasse – Bremgartenstrasse
– Neubrückstrasse – Bierhübeli – Neubrückstrasse
– Henkerbrünnliplatz (manövrieren) – Tiefenaustrasse
– Tiefenaubrücke – Worblaufen – Worblentalstrasse
– Papiermühle, Grauholzstrasse – Kappelisacker –
Grauholzstrasse – Sand – Schönbühl, UW.
|
Strassenzüge in der Stadt Bern zwischen den Unterwerken
des EW Bern
| 3.11 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Murtenstrasse – Friedbühlstrasse
– Schwarztorstrasse – Sulgeneckstrasse – EWB, UW
Monbijou.
|
| 3.12 |
Bern, Sulgeneckstrasse – EWB
– Schwanengasse – Bundesgasse – Effingerstrasse
– Friedbühlstrasse.
|
| 3.13 |
Bern, Schwarztorstrasse – Zieglerstrasse
– Eigerplatz – Eigerstrasse – Monbijoubrücke
– Kirchenfeldstrasse – Thunstrasse – Ostring –
Gantrischstrasse – Schosshalde, UW – Bürglenstrasse
– Laubeggstrasse – Papiermühlestrasse – Wankdorf,
UW – Papiermühlestrasse – Papiermühle –
Worblentalstrasse – Worblaufens-trasse – Worblaufen.
|
| 3.14 |
Bern, Tiefenaustrasse – Felsenaustrasse
– Felsenau, KW – Tiefenaustrasse – Schützenmattstrasse
– Engehaldenstrasse – Engehalde, UW.
|
| 3.15 |
Bern, Wankdorfplatz – Winkelriedstrasse
– Standstrasse – Nordring – Lorrainebrücke
– Schützenmattstrasse – Henkerbrünnliplatz –
Neubrückstrasse – Bierhübeli – Neubrückstrasse
– UW Neubrück.
|
| 3.16 |
Neue Murtenstrasse – Murtenstrasse
– Niederbottigenstrasse – Kreisverkehr Riedbachstrasse
– Niederbottigenstrasse (Unterführung H = 4,50) –
Bottigenstrasse – Bernstrasse – Stöckackerstrasse
– Holligen, UW – Stöckackerstrasse – Bethlehemstrasse
– Bernstrasse – Weissensteinstrasse – neue Turnierstrasse
– Schlossstrasse.
|
| 3.17 |
Bern, neue Murtenstrasse –
Gäbelbach – Niederbottigenstrasse – Riedbachstrasse
– Brünnen, UW.
|
| 3.18 |
Bern, Güterbahnhof Weyermannshaus
– Bahnstrasse – Warmbächliweg – Fernheizwerk.
|
Übriges Kantonsgebiet
| 3.19 |
Kehrsatz, Bahnhof – Belpstrasse
– Zimmerwaldstrasse – Niveaubahnübergang GBS –
Gemeindestrasse hinter Gemeindeverwaltung – UW.
|
| 3.20 |
Kallnach, KW – Niederried –
Radelfingen, KW.
|
| 3.21 |
Kallnach, KW – Bargen –
Aarberg, KW.
|
| 3.22 |
Bätterkinden, Bahnhof Bätterkinden,
UW.
|
| 3.23 |
Arch – Leuzigen, UW.
|
| 3.24 |
Sumiswald Grünen, Bahnhof –
Sumiswald, UW.
|
| 3.25 |
Langenthal, Güterbahnhof –
Bützbergstrasse – Hasenmattstrasse – Aarwangenstrasse
– Aarwangen – Wynau, KW.
|
| 3.26 |
Langenthal, Güterbahnhof –
Bützbergstrasse – Hasenmattstrasse – Aarwangenstrasse
– Kreisverkehr Murgenthalstrasse.
|
| 3.27 |
Herzogenbuchsee, Bahnhof –
Bahnhofstrasse – Oberstrasse – Hegenstrasse – Luzernstrasse
(Bahnübergang) – Herzogenbuchsee, UW.
[Fassung vom 27.
10. 2010]
|
| 3.28 |
Kantonsgrenze Hüswil LU –
Huttwil – Häusernmoos – Affoltern – Rinderbach
– Hasle – Rüegsau – Oberburg, Anschluss Typ
I.
|
| 3.29 |
Aarwangen Schürhof – Bannwil,
KW.
|
| 3.30 |
Oberburg, Bahnhof – Bahnhofstrasse
– Kaltberggässli – Lochbachstrasse – AMP-Brücke
– AMP – Militärstrasse – Heimiswil, UW.
|
| 3.31 |
Lyssach, Motelkreuzung – Zauggenried
– Fraubrunnen.
|
| 4. |
Versorgungsrouten
Typ IV/Typ IV reduziert Die nachgenannten Strassenstrecken
müssen durchgehend mindestens eine Durchfahrtsbreite (B) von
4,50 m, eine lichte Höhe (H) von 4,50 m und eine Tragfähigkeit
(G) von 900 kN Gesamtgewicht resp. von 500 kN bei Typ IV reduziert
(ohne Zugfahrzeuge) aufweisen:
|
| 4.1 |
Nationalstrasse A1, Kantonsgrenze
AG/BE – Niederbipp – (Kriegstetten SO) – Kirchberg
– Schönbühl – Verzweigung A1/A6, Wankdorf –
Neufeld, Verzweigung A1/A12 – Kantonsgrenze BE/NE Kerzers.
|
| 4.2 |
Nationalstrasse A5, Kantonsgrenze
SO/BE – Lengnau – Biel – Twann – La Neuveville
BE/NE.
|
| 4.3 |
Nationalstrasse A6, Verzweigung A1/A6,
Wankdorf – Thun – Spiez.
|
| 4.4 |
Nationalstrasse A8, Spiez –
Krattigen (G = 900 kN) / Krattigen – Anschluss Interlaken West
(G = 500 kN) / Anschluss Interlaken West – Anschluss Brienz
– Brienzwiler – Brünig – Kantonsgrenze BE/OW.
|
| 4.5 |
Nationalstrasse A12, Verzweigung A1/A12
– Kantonsgren- ze BE/FR (Flamatt).
|
| 4.6 |
Nationalstrasse A16, Biel, Verzweigung
A5/A16 – Tavannes – Moutier – Kantonsgrenze BE/JU
Choindez.
|
| 4.7 |
A8, Anschluss Brienz – Kantonsstrasse
Nr. 11 entlang Aare – Meiringen, Umfahrungsstrasse – Kirchet
– Innertkirchen, Anschluss an die Susten- bzw. Grimselpass-Strasse
zu den Anlagen der KWO.
|
| 4.8 |
Interlaken West, Güterbahnhof
– Wilderswil – Zweilütschinen – Burglauenen,
KW – Grindelwald, UW (G = 500 kN).
|
| 4.9 |
Interlaken West, Güterbahnhof
– Waldeggstrasse – Matten – Anschluss A8, nordseitige
Ein- und Ausfahrt, Mittelstreifenüberfahrt – A8 –
Ausfahrt Brienz – Axalpstrasse – Aaregg, UW Brienz –
Wychelmatten (G = 1100 kN, H = 4,50 m).
|
| 4.10 |
Interlaken West, Güterbahnhof
– Därligen – Leissigen, UW – Krattigen (G =
500 kN).
|
| 4.11 |
Zweilütschinen, KW – Lauterbrunnen,
UW (G = 500 kN).
|
| 4.12 |
Frutigen, Bahnhof – Bahnhofstrasse
– untere Bahnhofstrasse – Kanderstegstrasse – Umfahrungsstrasse
Frutigen – Tellenfeld – Kandergrund, KW (G = 500 kN).
|
| 4.13 |
Frutigen, alter Bahnhof – Adelboden,
UW (G = 500 kN).
|
| 4.14 |
Spiez, Bahnhof – Wimmis, UW
(G = 500 kN).
|
| 4.15 |
Wimmis, UW – Spiezmoos, UW
– Industriegeleise Lattigen (G = 500 kN).
|
| 4.16 |
Erlenbach – Boltigen –
Zweisimmen – Saanenmöser – Saanen – Kantonsgrenze
Rougemont VD (G = 500 kN).
|
| 4.17 |
Zweisimmen, Bahnhof – St. Stephan
– Lenk, UW (G = 500 kN).
|
| 4.18 |
Zweisimmen, Bahnhof – Saanenmöser
– Saanen – Gstaad, Umfahrung – Gstaad, UW –
Innergsteig, KW (G = 500 kN).
|
| 4.19 |
Schönried – Schiltmoos
– Egg – Saanen, UW (G = 500 kN).
|
| 4.20 |
Saanen, ab Route Typ IV reduziert
– Saanen, UW.
|
| 4.21 |
Thun Süd, Buchholz, UW –
Weststrasse – Autobahnanschluss Thun Süd – Allmendingen,
Kreuzstrasse – Stäghalten – Amsoldingen, UW (G =
500 kN).
|
| 4.22 |
Thun, Gwatt – Spiez, KW (G
= 500 kN).
|
| 4.23 |
Steffisburg, Bahnhof – Bernstrasse
– Kreisverkehr Stuckiplatz – Stockhornstrasse –
Steffisburg – Schwarzenegg – Süderen – Oberei,
UW (G = 500 kN).
|
| 4.24 |
Steffisburg, Bahnhof – Thun,
obere Bernstrasse – Burgstrasse – Hofstettenstrasse –
Oberhofen, UW (G = 500 kN).
|
| 4.25 |
Steffisburg, Bahnhof – obere
Bernstrasse – Heimberg – Anschluss A6, Kiesen (G = 500
kN).
|
| 4.26 |
Boll – Worb, UW.
|
| 4.27 |
Belp, UW – Toffen – Rümligen
– Riggisberg – Wislisau – Schwarzenburg, UW (G =
500 kN).
|
| 4.28 |
Wislisau – Rüschegg Gambach
(G = 500 kN).
|
| 4.29 |
Schüpfen, ab Anschluss Typ I
– Schüpfen, Moos – Seewil, UW (G = 500 kN).
|
| 4.30 |
(Grenchen ab Typ I, SO) – Lengnau,
Bahnhof – Strasse nach Meinisberg – Scheidwegen –
Pieterlen, UW (G = 500 kN).
|
| 4.31 |
Brügg, Bahnhof – Bielstrasse
– Brüggstrasse – Moosweg – Madretsch, UW (G
= 500 kN).
|
| 4.32 |
Biel, Portstrasse – Schleusenbrücke
– Port, Allmendstrasse – Längmatt – Ipsach
– Täuffelen – Hagneck, KW (G = 500 kN).
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| 4.33 |
Biel, Güterbahnhof – Schwanengasse
– Neumarktstrasse – Kanalgasse – Adam-Göuffi-Strasse
– Heilmann-Strasse – Bözingenstrasse – Solothurnstrasse
– Johann-Renfer-Strasse – Autobahn A16 – Anschluss
Frinvillier – Frinvillier – Orvin – Lamboing, UW
(G = 500 kN).
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Strassenzüge in der Stadt Biel zwischen den Unterwerken
des EW Biel
| 4.34 |
Biel, Güterbahnhof – Schwanengasse
– Brühlstrasse – Brühlplatz – Madretschstrasse
– Blumenrain (Brücke 350 kN Gesamtzuggewicht) –
Bermenstrasse – Brüggstrasse – Portstrasse –
Aegertenstrasse – Nidau, Bielstrasse – Gurnigelstrasse
– Guido-Müller-Platz – Aarbergstrasse – Biel,
Aarbergstrasse – Ländtestrasse – Ländte, UW
(G = 500 kN).
|
| 4.35 |
Biel, Güterbahnhof – Jurastrasse
– Dufourstrasse – Paul-Emile-Brandt-Strasse – Jakob-Stämpfli-Strasse
– Mühlestrasse – Gottstattstrasse – Brüel,
UW – Mühlestrasse – Poststrasse – Längfeldweg
– Mett, UW (G = 500 kN).
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Übriges Kantonsgebiet
| 4.36 |
Gampelen, Bahnhof – Gals –
Erlach, UW (G = 500 kN).
|
| 4.37 |
Gampelen, Bahnhof – Anschluss
Gampelen T10.
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| 4.38 |
Tavannes, Bahnhof – Tramelan
– Les Reussilles – Tramelan, UW (G = 500 kN).
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| 4.39 |
(La Chaux-de-Fonds) – La Ferrière
– (Les Bois – Le Noirmont – usine électrique
de la Goule) (G = 500 kN).
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| 4.40 |
(Gänsbrunnen SO) – Grandval
– Anschluss Moutier Nord A16 – Moutier – Roches
– Kantonsgrenze Choindez JU (G = 500 kN).
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| 4.41 |
Langenthal, Bützberstrasse –
Kreisverkehr Drei Linden – Bützberg – Herzogenbuchsee,
Kreisverkehr Bernstrasse/Maria-Waser-Strasse – Seeberg –
St. Niklaus – Umfahrungsstrasse Kirchberg – Motel –
Kreuzung (Kreisverkehr) – Hindelbank – Schönbühl.
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| 4.42 |
Herzogenbuchsee – Röthenbach
– Umfahrung Wangen a.A. – Brücke über Nationalstrasse
A1 – Wiedlisbach (Route Typ I).
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| 4.43 |
Lotzwil, UW – Madiswil –
Lindenholz, UW – Rohrbach – Huttwil, UW (G = 500 kN).
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| 4.44 |
VS Typ I Roggwil – Roggwil,
UW – (Murgenthal) (G = 500 kN).
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| 4.45 |
Schürhof ab Route Typ I –
Schwarzhäusern, KW (G = 500 kN).
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| 4.46 |
Emmenmatt, UW – Trubschachen,
UW – Kantonsgrenze BE/LU (G = 500 kN).
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| 4.47 |
Burgdorf, Buchmatt, Industriegeleise
– Burgdorf, UW (G = 500 kN).
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Anhang 2
29.10.2008
V
BAG 08–124, in
Kraft am 1. 1. 2009
Änderungen
27.10.2010
V
BAG 10–95, in Kraft am 1. 1.
2011
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