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Für Gleichstellungsfragen im Asylverfahren sensibilisieren

21. März 2018 – Medienmitteilung

Für die Sensibilisierung von Menschen im Asylverfahren auf die Anliegen der Gleichstellung braucht es genügend finanzielle Mittel. Zudem sollen Mitarbeitende von Asylunterkünften regelmässig Schulungen und entsprechendes Informationsmaterial erhalten. Diese Empfehlungen eines Berichts der kantonalen Fachkommission für Gleichstellungsfragen wurden Ende vergangener Woche am Praxisforum «Gleichstellung ohne Grenzen» diskutiert.

Viele Länder sind der Schweiz bei der Gleichstellung von Frauen und Männern weit voraus. Doch es gibt es auch den umgekehrten Fall. Einwanderung aus Gesellschafts- und Rechtssystemen, in denen Frauen engere Rollen und weniger Rechte haben als in der Schweiz. Das kann zu Missverständnissen führen. Die je nach Land unterschiedlichen Erfahrungen wurden Ende vergangener Woche am Praxisforum «Gleichstellung ohne Grenzen» diskutiert.

Die rund 100 Fachpersonen aus verschiedenen Berufsfeldern waren sich einig, dass die in der Schweiz hart erkämpften Gleichstellungsrechte die Basis für das Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen sind. Auch Menschen aus anderen Herkunftsländern sollen über die Gleichstellungsanliegen im Kanton Bern informiert werden. Dies ist auch das Ziel eines Berichtes zur Sensibilisierung für Gleichstellungsfragen im Asylverfahren. Er wurde an der Tagung vorgestellt. Der Bericht untersucht die aktuelle Situation in drei Asylunterkünften und definiert mit Empfehlungen an den Regierungsrat den Handlungsbedarf.

Sensibilität vorhanden

Der Bericht zeigt, dass die Mitarbeitenden in den Asylunterkünften mit einer Vielfalt von geschlechtsspezifischen und gleichstellungsbezogenen Themen zu tun haben: von Aufklärung und Verhütung über sexuelle Übergriffe und Zwangsheirat bis zur Prostitution und Menschenhandel. Bei den befragten Zentrums- und Kursleitenden ist eine hohe Sensibilität auf diese Themen vorhanden. Es gelten Regeln zum respektvollen Zusammenleben und zur Gewährleistung von geschlechtsbezogenen Rechten. Die Sensibilisierung der Menschen im Asylverfahren findet vor allem im Alltag statt. So werden zum Beispiel Aufgaben wie Reinigung und Kinderbetreuung auf beide Geschlechter verteilt. Eigentliche Sensibilisierungskurse werden wegen der knappen finanziellen Ressourcen nur vereinzelt angeboten. Auch für die nötigen Übersetzungen fehlt das Geld. Schliesslich mangelt es an spezifischen Kursen für Männer.

Genügend finanzielle Mittel nötig

Die Fachkommission empfiehlt deshalb dem Regierungsrat, genügend finanzielle Mittel für professionelle Sensibilisierungsangebote und Dolmetscherdienste zur Verfügung zu stellen. Weiter sollen Mitarbeitende von Asylunterkünften regelmässig und bedarfsgerecht zu geschlechterspezifischen Aspekten im Asylverfahren geschult und mit geeigneten Informationsmitteln unterstützt werden. Schliesslich sollen auch männerspezifische Verantwortung als Väter und Rollenkonflikte diskutiert werden.

Mediendokumentation

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Ab dem 1. Januar 2017 müssen Betriebe die Gewährleistung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann bestätigen.

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