Erwerbsarbeit
Das Ausbildungsniveau der Frauen gleicht sich immer mehr an jenes der Männer an. Dennoch unterscheidet sich die Erwerbsarbeit von Frauen markant von jenen der Männer.
Hohe Erwerbsquote von Frauen bei tiefem Erwerbsvolumen
Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist in der Schweiz vor allem in den Neunziger Jahren stark gestiegen und ist im internationalen Vergleich hoch, liegt aber nach wie vor weit unter jener von Männern. Die Mehrheit der erwerbstätigen Frauen arbeitet Teilzeit, fast die Hälfte davon in einem Pensum unter 50 Prozent. Demgegenüber erreicht die Teilzeitquote von Männern keine 15 Prozent.
Tiefere Positionen und tieferer Lohn von Frauen
In Führungspositionen sind Frauen weiterhin untervertreten. Daran hat sich in den letzten 10 Jahren wenig verändert. Die unterschiedliche Erwerbssituation von Frauen und Männern zeigt sich auch am Lohn. Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern liegt bei knapp 20 Prozent. Teilzeitarbeit und tiefere Löhne führen zu einer geringeren soziale Absicherung von Frauen und von Familien.
Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Erwerbsleben stehen im grösseren Zusammenhang der Arbeitsaufteilung von Männern und Frauen in Familie und Beruf. Studien zeigen: Gleichstellungs- und Familienfreundlichkeit steigert die Zufriedenheit von Mitarbeitenden und zahlt sich für Unternehmen aus.
Die Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern FGS setzt sich für die Gleichstellung im Erwerbsleben ein. Sie informiert Arbeitgebende und Arbeitnehmende über das Gleichstellungsgesetz und entwickelt Massnahmen zur Umsetzung, insbesondere in den Bereichen Lohngleichheit sowie Prävention und Intervention bei sexueller Belästigung.
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