Häusliche Gewalt
Laut einer Nationalfondstudie hat eine von fünf Frauen in ihrem Leben schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt durch einen Partner erlebt. Auch Männer sind von Gewalt in der Paarbeziehung betroffen. Häusliche Gewalt tritt unabhängig von Bildungsstand, Einkommen, Nationalität, Alter oder Religion auf. Charakteristisch für die häusliche Gewalt ist die emotionale Beziehung zwischen Täter und Opfer, die das Durchbrechen der Gewaltspirale oft verunmöglicht. Wirtschaftliche, soziale und aufenthaltsrechtliche Hindernisse erschweren den Ausstieg aus der Gewaltbeziehung.
Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt ist ein Offizialdelikt. Gestützt auf das Poliziegesetz des Kantons Bern können Gewalt ausübende Personen aus der Wohnung weggewiesen werden und von wichtigen Aufenthaltsorten der Gewaltbetroffenen wie Arbeitsplatz oder Schule ferngehalten werden. Opfer und Täter finden Beratung bei spezialisierten Stellen. Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in der Polizei- und Militärdirektion erarbeitet Strategien und Massnahmen gegen häusliche Gewalt und stellt Informationsmaterial zur Verfügung. Dazu gehört u.a. ein •Lernprogramm für Gewalt ausübende Männer.
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Wenn Frauen gewalttätig werden: Fakten contra Mythen. 2006 (PDF, 138 KB, 33 Seiten)Migrantinnen: Aufenthaltsrecht und häusliche Gewalt. 2004 (PDF, 155 KB, 20 Seiten)
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Kantonale Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern
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