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Nationalratswahlen

Nationalratswahl: Wie geht das?

Wahl an den Urnen - oder brieflich

In allen Kantonen ist die Wahl an mindestens zwei der vier Tage vor dem Wahlsonntag möglich. Entweder sind bestimmte Urnen schon vor dem 23. Oktober 2011 geöffnet, oder Sie können Ihren Wahlzettel in einem verschlossenen Umschlag bei einer Amtsstelle abgeben oder in den speziellen Briefkasten Ihrer Gemeinde werfen.
Alle Kantone ermöglichen zudem die Briefwahl. Die briefliche Stimmabgabe ist auch aus dem Ausland möglich; allerdings muss der Wahlzettel rechtzeitig bei Ihrer Gemeinde eintreffen.

Ihre Möglichkeiten als Stimmbürgerin und Stimmbürger

  • Auswahl: Wählen heisst auswählen. Es kann nur für die Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten gestimmt werden, die sich mit dem Wahlvorschlag angemeldet haben. Die bereinigten Wahlvorschläge heissen Listen.
  • Wahlzettel: Die Wählerinnen und Wähler erhalten einen neutralen, leeren Wahlzettel und gedruckte Wahlzettel, welche mit den Listen übereinstimmen. Die Wahlzettel dürfen nur handschriftlich ausgefüllt oder abgeändert werden.
  • Parteien: Mit der Partei- bzw. Listenbezeichnung geben die Wählerinnen und Wähler an, welche Partei sie grundsätzlich unterstützen wollen. Allfällige leere Linien auf dem Wahlzettel werden zu Zusatzstimmen, welche die Sitzverteilung mitbeeinflussen. Ohne Listenbezeichnung bleiben die leeren Kandidierenden-Linien ohne Wirkung.
  • Kandidatinnen/ Kandidaten: Es sind nur diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten wählbar, welche auf den offiziellen Listen (eingereichte Wahlvorschläge) figurieren. Auf dem Wahlzettel dürfen nur so viele Namen stehen, als Sitze zu vergeben sind. Im Kanton Bern sind dies 26. Jede Kandidatenstimme ergibt auch eine Parteistimme.
  • Kumulieren: Die Wählerinnen und Wähler können einen Kandidierenden-Namen zweimal schreiben. Damit wird diese Kandidatin oder dieser Kandidat besonders unterstützt; sie / er erhält für die parteiinterne Rangliste zwei Stimmen.
  • Panaschieren: Es können Kandidatinnen und Kandidaten verschiedener Listen auf den Wahlzettel übertragen werden, d.h. sie können gemischt werden. Diese Fremdstimmen schwächen die bevorzugte Partei.

Schritt für Schritt: Sie benutzen einen leeren Wahlzettel

Leerer Wahlzettel

Bild vergrössern Leerer Wahlzettel

Leerer Wahlzettel

Sie haben die Möglichkeit, oben eine Parteibezeichnung und die entsprechende Listennummer anzubringen (siehe Illustration rechts, 1 ). Leere Linien zählen dann für diese Partei. Ohne Parteibezeichnung gehen leere Linien (5) verloren! Ihr Wahlzettel - auch wenn eine Parteibezeichnung oder Listennummer angegeben wurde - muss mindestens einen gültigen Namen (2) enthalten. Um Verwechslungen zu vermeiden, schreiben Sie immer auch die Vornamen und die entsprechenden Nummern Ihrer Kandidatinnen bzw. Kandidaten (3).

Diese Nummern können Sie bei Bedarf auch hier nachschlagen. Sie können die Wahlchancen Ihrer Kandidierenden erhöhen, indem Sie den Namen zweimal auf die Liste setzen (kumulieren, 4). Aber Achtung: Vereinfachungen wie Gänsefüsschen oder "dito" sind ungültig.

Es können nur Personen gewählt werden, die auf einer Liste Ihres Wohnkantons stehen.

  

Vorgedruckter Wahlzettel

Bild vergrössern Vorgedruckter Wahlzettel

Sie benutzen einen vorgedruckten Wahlzettel

Vorgedruckter Wahlzettel

Sie können darauf Namen streichen (siehe Illustration rechts, 1) und mit anderen einer beliebigen Partei ersetzen (panaschieren; 2, 3). Wenn Sie einen Namen verdoppeln (kumulieren), bedenken Sie: Am Schluss (4) dürfen nicht mehr Namen auf der Liste stehen, als dem Kanton Plätze zur Verfügung stehen (Bern: 26). Notfalls müssen sie einen anderen Namen streichen. Korrekturen müssen Sie unbedingt von Hand (2, 3) - am besten in Blockschrift - ausführen.

Weitere Informationen

Weitere Hinweise zur Wahl in den Nationalrat

  • Jemanden, den Sie nicht wählen wollen, können Sie auf der Wahlliste streichen. Wahlzettel mit ehrverletzenden Äusserungen sind ungültig.
  • Geben Sie nur einen Nationalratswahlzettel ab.
  • Für einmal müssen Sie anonym bleiben. Sie dürfen den Wahlzettel weder unterschreiben noch anderswie kennzeichnen.
  • Wählen Sie nicht auf irgend einem Zettel. Nur amtliche Wahlzettel sind gültig. Wahlzettel der Parteien sind amtliche Wahlzettel.
  • Auf Ihrem Wahlzettel muss mindestens ein gültiger Name einer Kandidatin oder eines Kandidaten stehen. Er darf aber nicht mehr Namen enthalten, als dem Kanton Sitze zustehen (Bern: 26).
  • Wahlzettel sind handschriftlich und trotzdem leserlich auszufüllen und abzuändern. Am besten in Blockschrift.
  • Ein neu eingesetzter Name wird am besten über dem durchgestrichenen geschrieben.
  • Vermerke wie Gänsefüssschen oder "dito" sind ungültig.
  • Es sind nur Namen gültig, die auf einem der vorgedruckten Wahlzettel stehen.
  • Kein Name darf mehr als zweimal auf einem Wahlzettel aufgeführt werden.

Übersicht zu den Listen und den Kandidierenden

Zahl der eingereichten Listen 1959-2011

Jahr 1959 1963 1967 1971 1975 1979 1983 1987 1991 1995 1999 2003 2007 2011
Listen 12 15 14 22 24 18 18 25 27 27 20 21 24 28

Zahl der Kandidierenden 1991-2011

Jahr 1991 1995 1999 2003 2007 2011
Kandidierende 572 583 443 462 514 545

Ermittlung der Resultate

Die Sitzverteilung berechnet sich auf Grund der Parteistimmen (Kandidaten- und Zusatzstimmen = Parteistimmen). Die von den einzelnen Parteien eroberten Stimmen werden ins Verhältnis zur Gesamtstimmenzahl gebracht.

Berechnung

1. Bestimmung der Verhältniszahl (auch Quotient genannt). Gesamtzahl der Parteistimmen geteilt durch die um eins erhöhte Zahl der Sitze.

2. Jede Partei erhält so viele Sitze, als die Verhältniszahl in ihrer Parteistimmenzahl enthalten ist.  

3. Verteilung der Restsitze: Die Parteistimmenzahl jeder Partei wird durch die um eins erhöhte Zahl der erhaltenen Sitze geteilt. Derjenigen Liste, welche dabei den grössten Quotienten erreicht, wird ein weiterer Sitz zugeteilt. Dieses Verfahren wird wiederholt, bis alle Sitze verteilt sind.

Beispiele

a) Muster ohne Restverteilung

Muster ohne Restverteilung

Bild vergrössern Muster ohne Restverteilung

b) Muster mit Restverteilung

Muster mit Restverteilung

Bild vergrössern Muster mit Restverteilung

Listenverbindungen

Die Listenverbindungen bilden ein wichtiges Element im Proporzwahlrecht. Zwei oder mehrere Listen schliessen sich zusammen, um ihre Stimmen gemeinsam gegenüber anderen Listen geltend zu machen. Die miteinander verbundenen Listen verkörpern vorerst bei der Sitzverteilung eine Liste. Die Listenverbindungen bewirken gewisse Sitzverschiebungen auf Kosten der nichtverbundenen Listen.

Beispiel:

Muster Listenverbindungen

Muster Listenverbindungen

Bei der Restverteilung eines Sitzes werfen B und C 200 Stimmen in die Waagschale und erobern den Sitz, welcher an B weitergeleitet wird. Obschon A 50 Stimmen mehr als B aufweist, geht diese Partei leer aus.

Ermittlung der Gewählten

Nachdem bekannt ist, wie viele Sitze den Parteien zukommen, gilt es, die gewählten Personen zu ernennen. Gewählt sind die Personen, die am meisten Stimmen erhalten haben. Die nicht gewählten Kandidatinnen und Kandidaten sind Ersatzleute in der Reihenfolge der erzielten Stimmen. Beim Rücktritt eines oder einer Gewählten rückt die erste Ersatzperson nach.

Beispiel:

Ermittlung der Gewählten

Bild vergrössern Ermittlung der Gewählten


Weitere Informationen

 


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