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Nationaler Zukunftstag am 8. November 2018 Mädchen erobern die Chefetage

31. Oktober 2018 – Medienmitteilung

Am Donnerstag, 8. November 2018 ermutigt der Zukunftstag Mädchen und Jungen zu einer offenen, geschlechterunabhängigen Berufs- und Lebensplanung. Dieses Jahr sorgt das Spezialprojekt «Ein Tag als Chefin» für ein positives Echo.

Unter dem Motto «Seitenwechsel» lädt der Zukunftstag Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse ein, eine erwachsene Bezugsperson zur Arbeit zu begleiten oder an einem Spezialprojekt teilzunehmen. Ziel ist es, den Kindern einen praxisnahen, möglichst vorurteilsfreien Einblick in die Arbeitswelt zu vermitteln.

Am eindrücklichsten sind Aktivitäten, bei denen die Schülerinnen und Schüler mit Freude Konkretes herstellen oder bewirken können. Beispielsweise, wenn ein Junge ein Kleinkind zu ersten Gehschritten ermuntert oder wenn eine Sechstklässlerin an der Schweiss- und Schleifmaschine einen Kerzenständer herstellt. Diese positiven Erlebnisse bleiben in Erinnerung und beeinflussen den späteren Berufs- und Lebensweg der jungen Leute, die oft zu Vorbildern der nächsten Generation heranreifen.

Führungsfrauen fördern die Chefinnen von morgen

Im neuen Spezialprojekt «Ein Tag als Chefin» begleiten Schülerinnen der 6. und 7. Klasse Führungsfrauen und erhalten so Einblicke in deren Arbeitsalltag. Das Projekt spricht Mädchen an, die gerne Verantwortung übernehmen. Seit der Lancierung Anfang Jahr stösst das Projekt auf positive Resonanz.

Als eine der Ersten erklärte sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga bereit, Schülerinnen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu gewähren. Die erfahrene Spitzenpolitikerin setzt sich aktiv dafür ein, dass mehr Frauen die Chance auf eine Führungsposition erhalten: «In den Chefetagen sind Frauen praktisch überall in der Minderheit. Das muss sich ändern. Deshalb habe ich ein Gesetz ins Parlament gebracht, das den grossen Firmen Ziele vorgibt: Auf zehn Geschäftsleitungsmitglieder soll es wenigstens zwei Frauen geben. Wahrlich kein unmögliches Ziel!»

Auch zahlreiche Führungsfrauen aus dem Kanton Bern folgten dem Aufruf und machen beim Spezialprojekt «Ein Tag als Chefin» mit. Darunter sind Suzanne Thoma, CEO der BKW, Nicoletta della Valle, Direktorin der Bundespolizei, sowie Regula Rytz, Nationalrätin und Präsidentin der Grünen Schweiz.

«It’s my way!»: Junge Berufsleute mit ungewöhnlicher Berufswahl treffen

An der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM vom 8. bis 12. November lohnt sich ein Besuch des Standes «It’s my way!» der Kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern: Die Schülerinnen und Schüler treffen dort auf Informatikerinnen, Fachmänner Gesundheit, Metallbauerinnen, Landwirtinnen, Fachmänner Betreuung oder Polymechanikerinnen. Die jungen Berufslernenden sind Botschafterinnen und Botschafter für eine offene Berufswahl. Sie ermutigen die Schülerinnen und Schüler dazu, im Berufswahlprozess ein breites Spektrum von Berufen zu erkunden und an der BAM auch Berufe zu besuchen, von denen sie denken, dass sie nicht zu ihnen als Mädchen oder als Knabe passen.

Auf der Suche nach Vorbildern

In der Schweiz stehen jungen Menschen gegen 250 Lehrberufe zur Auswahl. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach geeigneten Fachkräften. Doch nach wie vor schränken sich Jugendliche in ihrer Berufswahl stark ein, weil sie sich von traditionellen Rollenvorstellungen leiten lassen statt von eigenen Interessen und Stärken. Im Kanton Bern wählte 2017 die Hälfte der jungen Frauen aus nur vier Berufen. Insbesondere für Mädchen fehlen weibliche Vorbilder – sowohl in männerdominierten Berufen als auch in Führungspositionen.

Genau darin liegt der Ansporn für den Zukunftstag: Im Grundprogramm, in dem Jungen und Mädchen Bezugspersonen zur Arbeit begleiten, steht der Seitenwechsel im Zentrum. Bei den Spezialprojekten liegt der Fokus bewusst auf geschlechter-spezifisch geprägten Berufen, in denen sich ein Fachkräftemangel abzeichnet.

Wer wagt, gewinnt: Zusammenarbeit als Erfolgsrezept

Für einen erfolgreichen Einstieg der Jugendlichen in die Arbeitswelt braucht es alle: Politik, Eltern, Schulen und vor allem die Betriebe. Gemischte Teams sind erfolgreicher. Unternehmen, die unabhängig vom Geschlecht auf Talente setzen, also Frauen und Männern attraktive Berufs- und Laufbahnperspektiven bieten, gewinnen geeignete Fachkräfte und stärken ihr positives Image in der Öffentlichkeit.

Detaillierte Auskünfte zu den Projekten: www.nationalerzukunftstag.ch

Die Spezialprojekte im Überblick

Spezialprojekte für Mädchen Spezialprojekte für Jungen

Ein Tag als Chefin – neu

Ein Tag als Florist – neu

Mädchen entdecken Waldberufe

Ein Tag als Podologe – neu

Mädchen – Technik – los!

Ein Tag als Ergotherapeut

Mädchen – Informatik – los!

Ein Tag als Profibetreuer

Mädchen – bauen – los!

Ein Tag als Profipfleger

Ein Tag als Schreinerin

Abenteuer Schule geben

Ein Tag als Zimmerin

Ein Tag in der sozialen Arbeit

Ein Tag als Landwirtin
Ein Tag als Tierarzt

Hinweis

Die Spezialprojekte werden unterstützt von: AM Suisse, Baukader Schweiz, Codoc, coiffureSUISSE, CURAVIVA Verband Heime und Institutionen Schweiz, EVS/ASE ErgotherapeutInnen-Verband Schweiz, ICT Berufsbildung Schweiz, OdA AgriAliForm, Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, Schweizerischer Baumeisterverband SBV, Schweizerischer Floristenverband, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA, Schweizerischer Podologen-Verband SPV, Swico, Swiss Engineering STV, Swissmem, Verband Kinderbetreuung Schweiz kibesuisse, Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten.

Der Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen der Kantone AG, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, LU, NE, SG, SZ, TI, UR, VS, ZG und ZH sowie der Stadt Bern, der Stadt Zürich und des Fürstentums Liechtenstein. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt.

Mediendokumentation

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Weitere Informationen

Ab dem 1. Januar 2017 müssen Betriebe die Gewährleistung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann bestätigen.

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