Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen

Richtlinien der Regierungspolitik 2019–2022 Die Vision der Regierung für einen starken Kanton Bern

8. Januar 2019 – Medienmitteilung

Der Kanton Bern soll sich wirtschaftlich weiterentwickeln, die digitale Transformation vorantreiben, der Bevölkerung attraktive und zeitgemässe Dienstleistungen anbieten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zweisprachigkeit fördern sowie gute Rahmenbedingungen für Zukunftstechnologien und Nachhaltige Entwicklung schaffen. Diese Schwerpunkte der Richtlinien der Regierungspolitik 2019–2022 bilden die Basis für die vom Regierungsrat erarbeitete «Vision 2030». Diese weist den Weg, wie der Kanton in den kommenden zwölf Jahren wirtschaftlich an Stärke gewinnt, wie er beim Bewältigen der Umwelt-Herausforderungen eine führende Rolle spielt und wie sich die Lebensqualität seiner Bevölkerung verbessern lässt. Die gut 40 Projekte und Projektideen, welche die Richtlinien beschreiben, sollen dazu beitragen, dass sich der Kanton Bern im kommenden Jahrzehnt erfolgreich weiter entwickelt.

Unter dem Begriff «Engagement 2030» hat der Regierungsrat im Zusammenhang mit dem Erarbeiten der Richtlinien der Regierungspolitik 2019–2022 eine Vision mit dem Zeithorizont 2030 definiert. Er will in den kommenden zwölf Jahren die Ressourcen- und Wirtschaftskraft des Kantons stärken, die Lebensqualität der Bevölkerung steigern und der gesellschaftlichen Zusammenhalt festigen sowie als Kanton eine führende Rolle beim Bewältigen der Herausforderungen im Umweltbereich übernehmen.

Abgeleitet von der Vision 2030 hat der Regierungsrat die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit in den kommenden vier Jahren festgelegt. Die komplexe Ausgangslage im landschaftlich, sprachlich und kulturell vielfältigen Bern ist für den Regierungsrat eine besondere Motivation, den Kanton im Rahmen seiner Möglichkeiten wirtschaftlich voranzubringen. Gleichzeitig strebt er auch in Zukunft einen nachhaltig ausgeglichenen Finanzhaushalt an. Der Regierungsrat will den Kanton Bern sowohl für natürliche als auch für juristische Personen attraktiver machen. Gleichzeitig soll er den Bürgerinnen und Bürgern moderne Dienstleistungen bereitstellen, sich als Politzentrum positionieren, den gesellschaftlichen Zusammenhalt sicherstellen und die Zweisprachigkeit fördern. Schliesslich soll der Kanton Bern aktiv Zukunftstechnologien von internationaler Bedeutung entwickeln.

Die fünf strategischen Ziele im Überblick

In seinen Regierungsrichtlinien für die kommenden vier Jahre hat der Regierungsrat fünf strategische Ziele festgelegt. Diese orientieren sich an der Grundmaxime der Nachhaltigen Entwicklung und sind jeweils mit Massnahmen verknüpft.

Ziel 1: Der Kanton Bern ist ein attraktiver Innovations- und Investitionsstandort. Er fördert die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft. Der Kanton legt besonderes Gewicht auf die Entwicklung von wirtschaftlichen und technologischen Projekten mit Zukunftspotenzial, nationaler und internationaler Ausstrahlung sowie grosser wirtschaftlicher Wertschöpfung. Mit dem Aufbau eines weltweit bedeutenden Medizincampus auf dem Inselareal und der sitem-insel soll der Kanton Bern zum führenden Medizinalstandort der Schweiz werden und den Aufbau von neuen Forschungs- und Entwicklungszentren fördern. Zentral ist auch die neue Campus-Infrastruktur für die Berner Fachhochschule in Bern und Biel sowie für die Technische Fachschule und das Gymnasium in Burgdorf. Moderne Verkehrsinfrastrukturen (Ausbau Bahnhof Bern, Verkehrssanierungen Emmental und Oberaargau) und die Regionalpolitik gewährleisten die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts in den Regionen. Mit seiner Raumplanung verfolgt der Kanton konsequent die Siedlungsentwicklung nach innen.

Ziel 2: Der Kanton Bern nutzt als nationales Politikzentrum die Chancen der digitalen Transformation und erbringt wirkungsvolle, qualitativ hochstehende und effiziente Dienstleistungen für Bevölkerung und Wirtschaft. Dank digitaler Dienstleistungen wird der Kanton mit seiner leistungsfähigen Verwaltung zu einem noch attraktiveren Standort- und Wohnkanton. Als nationales Politikzentrum soll Bern in Zukunft zusammen mit den Hochschulen sowie den Netzwerkindustrien eine führende Rolle bei den digitalisierten staatlichen Leistungen (E-Government) spielen.

Ziel 3: Der Kanton Bern ist für seine Bevölkerung attraktiv. Er fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch eine verstärkte und gezielte Integration von sozial Benachteiligten. Der Kanton begegnet den sich ändernden Anforderungen im Bereich Pflege und Gesundheitsdienstleistungen vorausschauend. Im Bereich Asyl- und Flüchtlingswesen optimiert er die Integration Betroffener über die Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs. Er fördert die rasche und nachhaltige gesellschaftliche und berufliche Integration von Personen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit sowie anderen Benachteiligungen gezielt und wirkungsorientiert.

Ziel 4: Der Kanton Bern pflegt seine regionale Vielfalt und nutzt verstärkt das Potenzial der Zweisprachigkeit. Die Zweisprachigkeit seiner Bevölkerung bietet dem Kanton Bern eine optimale Ausgangslage als Standort für national tätige Unternehmen und beim Entwickeln von Kompetenzzentren. Der Kanton stärkt als Brückenkanton zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz neben der Zweisprachigkeit aber auch die interkommunale und regionale Zusammenarbeit.

Ziel 5: Der Kanton Bern schafft gute Rahmenbedingungen für Zukunftstechnologien und Nachhaltige Entwicklung. Er schafft mit dem TecLab Burgdorf ein anerkanntes Kompetenzzentrum für Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik (MINT). Im Bereich nachhaltige Energie und Umwelttechnologien werden Projekte und Anwendungen in allen Regionen des Kantons gefördert. Als Projektidee unterstützt der Kanton Bern den Aufbau des «Wyss Centre Bern» für Klimaschutz, Biodiversität und Landnutzung an der Universität Bern.

Der Regierungsrat wird die konkreten Projekte zur Umsetzung seiner Richtlinien der Regierungspolitik 2019–2022 periodisch überprüfen. Dabei wird er die strategischen Ziele kritisch hinterfragen, neue Projekte oder Massnahmen beschliessen und in Aussicht genommene Projektideen weiter konkretisieren oder anpassen.

Mediendokumentation

Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen


Weitere Informationen



Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.sta.be.ch/sta/de/index/staatskanzlei/staatskanzlei/aktuell.html