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Aktionsplan soll Gleichstellung im Kanton Bern fördern

8. November 2019 – Medienmitteilung

Die kantonale Fachkommission für Gleichstellungsfragen sieht im Kanton Bern nach wie vor Handlungsbedarf in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie empfiehlt dem Regierungsrat, einen Aktionsplan zur Gleichstellung zu erarbeiten und die vordringlichen Massnahmen koordiniert umzusetzen.

In den Richtlinien «Engagement 2030» anerkennt der Regierungsrat bei der Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern Handlungsbedarf im Bereich der Bildung und Berufsbildung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wo die kantonale Fachkommission für Gleichstellungsfragen die Gleichstellung vorantreiben möchte, zeigt sie in ihrem neuen 10-Punkte-Programm 2019 – 2022 auf. Sie schlägt dem Regierungsrat einen Aktionsplan vor, wie ihn der Bund sowie einige Kantone und Städte bereits haben. Darin würden gleichstellungspolitische Prioritäten und Massnahmen festgehalten, die koordiniert umgesetzt und regelmässig überprüft werden.

Handlungsbedarf bei der Bildung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

In der Bildung empfiehlt die Kommission, mehr Männer für den Lehrberuf zu gewinnen. Damit könnte auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Der Kanton Bern liegt im Vergleich zu anderen Kantonen im unteren Drittel, was die Vertretung von männlichen Lehrpersonen in öffentlichen Schulen angeht. Der Anteil an weiblichen Lehrkräften auf der Primarstufe lag im Schuljahr 2018/2019 bei 84 Prozent, während der Anteil an männlichen Lehrkräften nur 16 Prozent betrug. Auch soll Diskriminierungen im Bildungssystem, welche auf stereotypen Geschlechterbildern beruhen, konsequent entgegengewirkt werden, um die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen sicherzustellen.

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht die Fachkommission Handlungsbedarf. Im Jahr 2017 lag die Erwerbsquote der Frauen im Kanton Bern 11 Prozent tiefer als die der Männer. 57 Prozent der erwerbstätigen Frauen und 16 Prozent der erwerbstätigen Männer arbeiteten im Kanton Bern Teilzeit. Bei 41 Prozent der weiblichen Teilzeitbeschäftigten betrug das Arbeitspensum weniger als 50 Prozent. Die Fachkommission fordert daher bessere Rahmenbedingungen, damit Mütter und Väter gleichberechtigte Lebensentwürfe einfacher umsetzen können.

Hinweis

Die Kantonale Fachkommission für Gleichstellungsfragen berät den Regierungsrat und die kantonale Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Ausserdem sorgt sie für ein Kontaktnetz unter Organisationen, die sich mit Gleichstellungsfragen befassen. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Institutionen sowie Einzelpersonen an, die sich mit Gleichstellungsfragen befassen.

Weiterführende Links

10-Punkte-Programm «Gleichstellung von Frauen und Männern» 2019-2022

Die Zahlen basieren auf folgende Angaben:

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